How to become a doctor

Egal ob du Haut-, Tier-, Haus- oder Zahnarzt werden möchtest – um als Arzt arbeiten zu können, musst du ein Medizinstudium absolvieren, das mindestens zwölf Semester (sechs Jahre) dauert. Das Medizinstudium gliedert sich in drei Phasen:

Vorklinik

Vorklinik

In diesen vier Semestern lernst du die Grundlagen, z.B. in Anatomie, Biologie und Physik. Zwischen den Semestern musst du außerdem ein dreimonatiges Pflegepraktikum absolvieren. Am Ende des vierten Semesters legst du dann das Erste Staatsexamen (auch Physikum genannt) ab.

Das Praktische Jahr

Das Praktische Jahr

In dieser letzten Phase arbeitest du im Krankenhaus und übernimmst ärztliche Tätigkeiten. Dabei musst du jeweils vier Monate in der Chirurgie, der Inneren Medizin und einem Fach deiner Wahl absolvieren. Diese Phase endet mit dem mündlichen Teil des Zweiten Staatsexamens. Danach erhältst du die staatliche Zulassung zur Ausübung des Berufs Arzt, auch Approbation genannt.

Das Bewerbungsverfahren

Für einen Medizinstudienplatz kannst du dich über die Stiftung für Hochschulzulassung bewerben, das Vergabeverfahren läuft ebenfalls darüber.

Da es viel mehr Bewerber als Studienplätze an Universitäten gibt, gibt es einen Numerus Clausus (NC). Dieser liegt ungefähr zwischen 1,0 und 1,2. Deshalb wäre es von Vorteil für dich, wenn du einen sehr guten Abischnitt hast. Andernfalls solltest du relativ viel Geduld mitbringen, denn wenn deine Noten nicht ganz so gut sind, kann es sein, dass du länger auf einen Studienplatz warten musst.

Das Verfahren zur Vergabe der Medizinstudienplätze stand schon seit längerem in der Kritik, weshalb das Bundesverfassungsgesetz neue Regelungen eingeführt hat, die voraussichtlich ab dem Sommersemester 2020 gelten sollen. Zu dieser Regelung gehört unter anderem, dass die Wartezeitquote komplett abgeschaffen wird. Es wurden nämlich 20% der Studienplätze an die Bewerber verteilt, die am längsten auf einen Medizinstudienplatz warten, ohne in einem anderen Studiengang eingeschrieben zu sein. Bewerbern, die schon länger warten, werden die angesammelten Wartesemester bis einschließlich zum Wintersemester 2021/22 angerechnet. Das aktuelle Vergabeverfahren erfolgt nun Anhand folgender Kriterien und neuer Regelungen:

Abiturbestenquote

Abiturbestenquote

20% der zu verteilenden Medizinstudienplätze wurden bisher an die Bewerber mit den besten Abiturnoten vergeben, nun soll die Quote auf 30% steigen. Dabei konkurrieren nur Bewerber aus dem selben Bundesland, da die Bewertungsmaßstäbe sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Zusätzliche Eignungsquote

Zusätzliche Eignungsquote

Diese Quote von 10% wurde neu eingeführt und berücksichtigt nur schulnotenunabhängige Kriterien. Stattdessen wird zum Beispiel auf eine im Voraus abgeschlossene Berufsausbildung, das Ergebnis eines mündlichen Auswahlgesprächs oder des Medizinertests geachtet.

Der Medizinertest

Der Medizinertest (auch Test für medizinische Studiengänge, kurz TMS, genannt) ist ein Studierfähigkeitstest und kann deine Chancen auf ein Medizinstudium im Auswahlverfahren der Hochschulen erhöhen. Der Test findet jedes Jahr im Mai an verschiedenen Standorten Deutschlands statt, dauert fünf Stunden und kostet 83€. Hierbei werden unter anderem Konzentrations- und Merkfähigkeit und der Umgang mit Formeln und Einheiten geprüft. Wichtig zu wissen ist, dass du den Medizinertest nur ein Mal ablegen darfst. Du kannst in diesem Test zwar nicht durchfallen, deine Leistung wird jedoch mit den Ergebnissen der anderen Prüflinge verglichen und in Form eines Prozentsatzes wird dann festgestellt, wie gut du im Vergleich zu den anderen warst.

Weitere Möglichkeiten, um an einen Studienplatz zu kommen

Neben den oben genannten Kriterien zum Erlangen eines Studienplatzes, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, um Medizin studieren und Arzt werden zu können:

Neben den oben genannten Kriterien zum Erlangen eines Studienplatzes, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, um Medizin studieren und Arzt werden zu können:

Private Hochschule

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Im Ausland studieren

Im Ausland studieren

Ein Medizinstudium gibt es in vielen Ländern wie zum Beispiel Ungarn, Lettland, Tschechien, England oder Österreich. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, auf englisch oder deutsch zu studieren und nach der ersten Phase des Studiums (Vorklinik) zurück nach Deutschland zu wechseln. Wichtig zu wissen ist, dass du bei einem Studium im Ausland in der Regel Studiengebühren in Höhe von 5.000€–15.000€ bezahlen musst.

Nach dem Studium

Nach deinem Medizinstudium bist du zunächst als Assistenzarzt tätig. In dieser Zeit kannst du dich auf eine der 34 Facharztrichtungen in Deutschland spezialisieren, für einige Richtungen gibt es sogar noch weitere Spezialisierungen. Dazu zählen zum Beispiel Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde, Kindermedizin, Psychotherapie, Augenheilkunde, Radiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Hautkrankheiten und Urologie. Wenn du dich für eine Fachrichtung entschieden hast, musst du die Facharztprüfung absolvieren, um den Facharzttitel tragen zu können. Auch nach dem Studium gibt es viele Fort- und Weiterbildungen.

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